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Grundregeln der ayurvedischen Ernährung

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Bild zur Meldung: Grundregeln der ayurvedischen Ernährung

Die Regeln dienen als Leitlinien für jede Ernährungsumstellung. Unabhängig von der jeweiligen Konstitution, die ein Mensch hat, sollte er diese Regeln in seinen Alltag integrieren, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Die richtige Menge
Essen Sie in Maßen, denn sowohl zu viel als auch zu wenig führt zu Störungen. Die optimale Speisemenge beträgt ungefähr so viel, wie in zwei Handflächen passen.

Regelmäßig essen und Zwischenmahlzeiten vermeiden
Kaum etwas ist der Verdauung zuträglicher, als regelmäßig essen und unkontrollierte Zwischenmahlzeiten zu vermeiden. Erst wenn die vorangegangene Mahlzeit verdaut ist, sollte wieder gegessen werden, das ist nach ca. 5 Stunden. Es sollte ein Hungergefühl vorhanden sein.

In Ruhe essen und gut kauen
Widmen Sie dem Essen Ihre volle Aufmerksamkeit (z. B. nicht nebenbei lesen). Kauen Sie das Essen gut durch, aber essen Sie nicht zu langsam. Damit nehmen Sie dem Magen und dem Darm eine Menge Arbeit ab.

Zu den Mahlzeiten nicht trinken
Um das Verdauungsfeuer nicht zu löschen, sollten Sie am besten eine halbe Stunde vor und nach dem Essen nichts trinken. Zum Essen hat sich das schluckweise Trinken von einem Glas warmen Wasser jedoch als verdauungsfördernd erwiesen.

Hochwertige Nahrungsmittel essen
Hochwertig und frisch sollte Ihre Nahrung sein. Die Nahrungsmittel sollten nicht belastet sein. Regionale Produkte sind zu bevorzugen.

Frisch gekocht und selbst zubereitet
Gekochte, warme Nahrung ist das Beste für den Körper und den Geist. Selbst Schwerverdauliches kann in gekochter Form vom Körper besser aufgespalten und verwertet werden.

Individualität in Nahrungsauswahl und Zubereitung
Die Wahl der Nahrungsmittel sollten sich nach Ihren persönlichen Vorlieben und Verträglichkeiten, d. h. entsprechend Ihrer Konstitution (Prakriti) sowie Ihrer gegenwärtigen Gesundheitsstörung (Vikriti) richten.

In angenehmer Atmosphäre essen
Die psychische Komponente ist bei der Nahrungsaufnahme sehr wichtig. Der Ort sollte bei Ihnen Wohlbefinden hervorrufen. Genießen Sie. Viel reden (insbesondere über Probleme), nebenbei lesen oder Fernsehen oder in Hektik essen, beeinträchtigen Ihre Verdauungskraft und auf lange Sicht auch Ihre Gesundheit.

Auf ausgewogenen Geschmack achten
Im Ayurveda bedeutet das, dass alle sechs Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit enthalten sein sollten, um den Körper nicht ungleichmäßig zu belasten. Durch die Wahrnehmung aller Geschmacksrichtungen werden die Sinne geschärft, die Organe angeregt und der Körper befriedigt.


Idealerweise nimmt man die Geschmacksrichtungen in folgender Reihenfolge zu sich: süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb. Jeder Geschmack verfügt über verschiedene Qualitäten und Heilwirkungen, deren Eigenschaften direkt auf unser Verdauungssystem einwirkt.

Auf die richtige Kombination der Nahrungsmittel achten
Erfahrungswerte zeigen, dass falsche Kombinationen immer Ursachen verschiedener Krankheiten sind. Sie bewirken, dass die Transportfunktionen in unserem Körper nicht funktionieren und sich Ablagerungen (Schlacken) bilden. Kuhmilch darf z. B. nicht mit Fleisch, Wurst, Eiern oder Fisch sowie mit sauren Früchten, Rettich oder Wassermelone kombiniert werden. Weiterhin darf Milch nicht mit Palmzucker, Blattgemüse, Mung-Dal, Senf, Sesamöl, Bananen oder Granatapfel zusammen gegessen werden. Käse und fermentierte Milchprodukte (Buttermilch, Joghurt) sollten nicht mit sauren Früchten (Tomaten, saure Zitrusfrüchte, Beerenfrüchte) verspeist werden. Milchfreundliche Ausnahmen sind die Mango, Weintrauben, Honig, Ghee, Butter, Ingwer, Pfeffer, Zucker, Reisflocken, Gerste und Amla (indische Stachelbeere). Auch sollte nicht heiß und kalt zusammen genossen werden (z. B. Eis mit heißen Früchten) sowie Ghee und Honig zu gleichen Teilen.

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